Weitere Aktionen im Nachgang der Ausstellung
Bäume – Paten – Räume

 

ida und Max Drucker

  

   Ida und Max Drucker, 2013, 35 x 35 cm, Zitronen-Blattgold, Orangencalcit, Turmalin, Kohle,
   Beton Autobahnen 1933 und KZ, Foto ©Bernd Borchardt

 


Die Ausstellung der Galerie ROOT zum Berliner Themenjahr 2013 »Zerstörte Vielfalt« von Birgit Ginkel und Juliane von Arnim in Kooperation mit dem Aktionskünstler Ben Wagin fand vom 14. März bis 7. April 2013 statt. In loser Folge werden Termine hier veröffentlicht, die an die Ausstellung thematisch anknüpfen.

Verlegung der Stolpersteine von Gunter Demnig für Ida und Max Drucker |
8.6.2013  von 16.30 bis 17.00 Uhr in der Carmerstraße 2

Vorstellung der Neugestaltung des Weltenbaumes von Ben Wagin am S-Bahnhof Savignyplatz | 21.6.2013 um 11.00 Uhr

Termin noch offen: Ginkgo-Baumpflanzung mit dem Bezirksbürgermeister
R. Naumann und dem Aktionskünstler Ben Wagin

Verlegung von weiteren Stolpersteinen | 7.11.2013 (geplant)

 

Zerstörte Vielfalt - Themenjahr 2013

 

 

Vernissage | Do14.3.2013 | 19 Uhr |
Begrüßung | Angelika Petry-Geurtsen Galerieleitung
Es sprachen | Rainer E. Klemke und Hermann Treusch

 

Vortrag über Ginkgo Biloba L. | Do21.3.2013 | 19 Uhr | Dr. Lutz Grope

Finissage | So 7.4.2013

Ausstellungsdauer | 14.3. - 7.4.2013|

Gerade in diesem Jahr, 80 Jahre nach 1933, ist ein Blick zurück und die Erinnerung an unsere eigene Familiengeschichte, die Geschichte der Stadt Berlin und der Carmer-strasse, in der sich die Galerie ROOT am Savignyplatz befindet, von großer Bedeutung. Mit der Ausstellung „Bäume – Paten - Räume“ wagt die Galerie ROOT den Versuch diese Themen auf ganz einzigartige Weise erlebbar zu machen.

Im Mittelpunkt des Werkes von Ben Wagin stehen Ginkgobäume, die Berliner Mauer und das Parlament der Bäume sowie Aktionen für die Umwelt, gegen Krieg und Gewalt.

 

Birgit Ginkel wird mit ihren Arbeiten direkt auf diese Pole antworten. In ihrer Kunst hat der Aspekt der Transformation durch Heilung eine wichtige Stellung, in dem sie u.a. Wortbotschaften in ihre Bilder integriert. Aus hochwertigen Substanzen wie Gold, Lapislazuli und anderen Edelsteinen stellt sie ihre Farben und Malgründe selbst her und vermischt sie teilweise mit Blütenessenzen und der Homöopathie ähnlichem energe-tisierten Wasser.

Für das Kooperationsprojekt wird Birgit Ginkel eine Serie von Porträts mit den an der Mauer gefallenen Menschen schaffen und ihnen mit einer gebrochenen Aureole aus Blattgold einen ganz besonderen Status verleihen. Entsprechend der persönlichen Thematik verbindet sie diese mit von ihr selbst gesammelten/ herausgebrochenen Beton der Berliner Mauer und Edelsteinen.

Hier kommt es zu einer direkten Berührung mit dem Werk von Ben Wagin. Er hat auf Original Mauerstelen im Elisabeth Lüders Haus des Bundestages die Zahlen der an der Mauer gestorbenen Menschen mit schwarzer Farbe notiert und mit den gepflanzten Bäumen im Außenbereich verbunden, dem Parlament der Bäume.

Juliane von Arnim nähert sich in ihren Arbeiten dem Thema Natur. Das üppige Wuchern und das Wachsen der Flora, das Überwachsen von vorhandener Architektur stellt sie in ihren Arbeiten dar. Auch im Osten Deutschlands, den sie seit sie in Berlin lebt kennen-lernt, findet sie vielerorts alte Gemäuer, dass dem Verfall überlassen, von der Natur umschlossen und eingenommen erscheint. Die Landschaft der Uckermark, die Heimat ihrer Vorfahren, berührt die in Westdeutschland aufgewachsene Juliane von Arnim auf ganz besondere Weise. Die ewige Sehnsucht ihrer Familie nach der unberührten Natur hinter der Grenze, der Einsamkeit und dem Licht spürt sie in ihren Arbeiten nach und schafft so eine eigene Verbindung zu dem Ansatz von Ben Wagin.

Zu den bereits an verschiedenen Stellen der Stadt gepflanzten Ginkgos möchten wir in einer öffentlichen Aktion zur Finissage am 7. April 2013 in der Carmerstrasse weitere fünf Bäume hinzufügen, da an einigen Stellen keine Straßenbäume mehr vorhanden sind. Die bereits in der Carmerstrasse gepflanzten Ginkgos gehen auch auf Ben Wagin zurück. Außerdem möchten wir die Anlieger der Carmerstrasse für die Pflege der Baumscheiben gewinnen. Ben Wagin wird die Anwohner mit Sonnenblumensamen-mischungen und einer Botschaft von Christian Morgenstern dabei unterstützen.

Für die neuen Ginkgo-Bäume und die Stolpersteine sammelt die Galerie ROOT am Savignyplatz mit dem Verein Baumpaten e.V. Spenderinnen und Spender, die diese mit uns gemeinsam im Frühling 2013 pflanzen möchten. Dafür benötigen wir Neuntausend Euros. Deshalb ist uns jede Spende willkommen. Spenden-Quittungen werden vom Baumpaten e.V. erteilt.

Die Pflanzungen erfolgen in Zusammenarbeit mit Ben Wagin und dem Verein Baumpaten e.V., dem Grünflächenamt und dem Bezirksbürgermeister von Charlottenburg, Herrn Naumann am 7. April 2013 um 15.00 Uhr.

Ganz besonders danken wir für die Unterstützung des geplanten Projektes in der Carmerstrasse.

 

Angelika Petry-Geurtsen und Ute Wöllmann

Galerieleitung

Birgit Ginkel, Juliane von Arnim und Ben Wagin

 

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